Die GAGBA setzt sich mit aller Kraft für einen alternativen Standort ein.
Über Dutzende von Jahren hat die Leicht- und Freizeitaviatik dem EuroAirport Millionen von Franken an
Mieten bezahlt. Investiert hat der EuroAirport im Gegenzug kaum etwas. Doch jetzt schiebt der Flughafen
plötzlich finanzielle und planerische Gründe vor, um die Leichtfliegerei zu vertreiben. Dabei gibt es valable
Alternativen auf dem Gelände.
Die General Aviation Genossenschaft Basel (GAGBA) zeigt sich tief besorgt über die jüngste Mitteilung des EuroAirport Basel-Mulhouse, wonach «der Betrieb der Leicht- und Freizeitaviatik, die in der Zone Nord des Flughafens angesiedelt ist, spätestens per Ende 2026 eingestellt» werden soll - ohne Aussicht auf eine alternative Lösung für die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer. Für die GAGBA kommt dieser Entscheid überraschend und ist in seiner Tragweite alarmierend – insbesondere, da er ohne vorgängige Gespräche und erkennbare Bemühungen um tragfähige Alternativen erfolgt ist.
Die Zone Nord ist seit Jahrzehnten ein zentraler Standort für die General Aviation in der Region Basel. Die kurzfristige Einstellung des Betriebs gefährdet nicht nur die lokale Ausbildung und Nachwuchsförderung der Linienfliegerei, sondern setzt darüber hinaus einen beunruhigenden Präzedenzfall für die gesamte Schweizer General Aviation. Aus Sicht der GAGBA steht dieser Entscheid im Widerspruch zu den Zielen des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL), der die Bedeutung und Förderung der General Aviation ausdrücklich anerkennt. Da es in der Nordwestschweiz keine Ausweichmöglichkeiten gibt, wiegt der Entscheid des EuroAirport besonders schwer.
Der EuroAirport hat genügend freie Flächen
Ein zentrales Argument des EuroAirport ist der Eigenbedarf, es gebe schlicht keinen Platz mehr für die Leicht- und Freizeitaktivität. Wer die Situation vor Ort kennt, weiss: An Platz mangelt es nicht. Wenn es am Standort Nord nicht geht, dann könnte die General Aviation einen Standort im Süden des Flughafens nutzen. Auch das Kapazitätsargument des Flughafens trägt nicht. Der Flughafen Genf, der nur eine Piste hat und nicht zwei wie der EuroAirport, fertigt rund doppelt so viele Passagiere ab.
Die GAGBA wird sich mit Nachdruck für den Erhalt und die Zukunft der General Aviation am Standort Basel einsetzen und prüft derzeit verschiedene Handlungsoptionen. Ziel ist es, tragfähige Perspektiven für die betroffenen Pilotinnen und Piloten sowie Mieterinnen und Mieter am Standort Basel sicherzustellen. Die GAGBA ruft alle betroffenen Organisationen auf, gemeinsam an konstruktiven Lösungen für den Fortbestand der General Aviation am Standort Basel zu arbeiten.
Über uns
Die General Aviation Genossenschaft Basel (GAGBA) ist eine Non-Profit Organisation mit über 80 Mitgliedern. Von 1967 bis 2021 verwaltete die GAGBA die Lokalitäten der Leicht- und Kleinfliegerei am EuroAirport Basel-Mulhouse. Sie ist Interessenvertreterin der allgemeinen Luftfahrt am Standort Basel und setzt sich für eine nachhaltige Standortentwicklung ein.